„Zu dick, zu groß, zu weit, zu hoch, zu früh, zu spät, zu schnell.… – was meinst du? … GEDANKEN VON BRITTA REILAND

English translation below 

Auf die gleiche Frage, gibt es leider nicht immer die gleiche Antwort…

Also bitte: hört auf Äpfel mit Birnen zu vergleichen, schaut genau hin, fragt nach und denkt vielleicht mal drüber nach – da draußen gibt es einige Spieler, die das sehr wohl zu unterscheiden wissen und die genau für das, was sie tun eine Menge Respekt verdient haben…

„Zu dick, zu groß, zu weit, zu hoch, zu früh, zu spät, zu schnell.… – was meinst du? …“

Wieso setzt es sich in so vielen Köpfen fest, dass solche Fragen grundsätzlich pauschal beantwortet werden können?

Ja, es gibt Grundwerte die existieren und an denen kann auch nicht gerüttelt werden. Ganz sicher, können wir bei manchen Hunden mit einem klaren „ja, der ist zu dick“ für den Sport antworten, aber in dem Moment wo es um Nuancen geht, können wir nicht mehr in absoluten Zahlen vergleichen: Bei zwei Hunden mit derselben Größe und demselben Gewicht, kann trotzdem einer dabei sein, der vielleicht noch 2-3 Kilo abnehmen sollte, weil er dann in der Lage ist, sich sicherer und sportlicher zu bewegen.
Dazu kommt, das wir unmöglich einen Hund, der sauber und gut bemuskelt ist, mit einem Hund vergleichen können, der deutlich weniger Muskeln, aber dasselbe Gewicht und dieselbe Größe besitzt. Hier gibt es keine pauschal gültige Antwort!

Ein „zu hoch, zu weit“ ?

Ja, das gibt es! Aber unabhängig von Höhen und Weiten, die tatsächlich die Fähigkeiten jedes Hundes überschreiten werden, ist auch diese Frage nur individuell im Bezug zu dem Ausbildungsstand und dem körperlichen Befinden des Hundes zu beantworten.
Ein „ Ist das JETZT für MEINEN Hund zu weit oder zu hoch?“ beantworte und begründe ich gerne, aber ihr werdet in den normal zumutbaren Grenzen keine pauschale Antwort von mir erhalten.
Es gibt Tricks, in denen jeder Hund ganz individuell eine bestimmte Höhe benötigt, um diese sauber und sicher zeigen zu können und auch wenn es den ein oder anderen wundern mag, ein „zu niedrig“ kann ebenso gefährlich werden, wie ein „zu hoch“.

„Zu schnell?“

Hmmm, da frage ich gerne gegen: „ Kann der Hund noch kontrolliert werden? Ist er in der Lage sauber und sicher durch die geforderten Sprünge und Tricks zu kommen? Was bekomme ich zu sehen und was wäre möglich?

Lässt sich gut beobachten und individuell einschätzen.

„Zu früh? Zu spät?“

Für Hunde im Wachstum gelten einfach andere Regeln, was die körperliche Beanspruchung betrifft, als für die, die schon voll entwickelt sind. Daran lässt sich nichts ändern und das ist auch mehr als wichtig zu beachten. Und ja, es macht durchaus Sinn, wenn es Altersgrenzen gibt, die beim ersten Start eingehalten werden sollten.

Aber wollen wir mal ehrlich sein, wer hindert den Besitzer daran weit vor dem erlaubten Start mit seinem Hund alle Elemente aufzubauen und wiederholt zu üben?

Das schaffen keine Altersgrenzen, das schafft nur ein gutes Bewusstsein für die Fähigkeiten des eigenen Hundes, das Gefühl für die tatsächlichen Anforderungen und das Wissen, um die körperliche Entwicklung und den aktuellen Zustand des Hundes.

Jeder Hund ist anders und jeder Hund muss anders aufgebaut werden. Das einzige, was ich da pauschalisiert festhalten mag: nur mit einer guten Basisarbeit und einem langsamen, durchdachten und detaillierten Aufbau, sind Sprung -, Fang – und Tricksequenzen sauber zu erlernen und zu zeigen und Altersgrenzen haben definitiv ihre Berechtigung!

Ja, es stimmt: langsam Schritt für Schritt ist nicht immer einfach. Es kostet Zeit, Hirnschmalz und auch das eine oder andere beratende Gespräch, wenn man neue Wege suchen muss.

Dazu kommt, dass es einigen beim Zuschauen sehr schwer fällt, die Unterschiede im Aufbau tatsächlich wahrzunehmen und den Respekt für die gezeigte Arbeit zu entwickeln.

Erhaltene Punkte werden dann etwas unwichtiger, das eigene Gefühl und das innere Feedback über den erreichten Leistungsstand und das Wissen um die Zeit, die man für eine sichere Leistungssteigerung hat sind dann Kriterien, die das weitergehende Training strukturieren und beeinflussen.

Ich glaube schon, und da werden mir viele erfahrene Spieler, Trainer und Therapeuten recht geben, das man mit entsprechenden Erfahrungen, sowohl im Training, als auch auf dem Spielfeld sehr genau sehen kann, wer daran arbeitet seinen Hund zu kontrollieren und sicher aufzubauen.

Ein geschultes Auge wird erkennen, wenn es der Hund ist, der sich für Momente entzieht und „sein eigenes Ding durchzieht “

und mit einem guten Blick ist man in der Lage jeden Trick oder Sprung automatisch in den einzelnen Teilschritten zu betrachten und weiß einzuschätzen, wie das Training aufgebaut ist bzw. aufgebaut werden sollte.

Ein Sturz, ein Unfall kann jedem passieren und gerade, wenn einem Sicherheit und einer guter Aufbau sehr wichtig ist, sind die Selbstvorwürfe dann umso schlimmer.

Wir alle wissen, dass wir es mit Tieren zu tun haben, die auch mit bestmöglicher Ausbildung und körperlichem Aufbau niemals 100% unter Kontrolle stehen können, aber mit einem guten Wissen, um die oben genannten Details, mit dem Bewusstsein für die Individualität und dem eigenen Anspruch auf eine bestmögliche Vorbereitung, wird es einfacher, zu erkennen, ob der Spieler daran arbeitet, das Risiko so weit wie möglich zu minimieren.

Und auch , wenn diese Feinheiten dem ein oder anderen Zuschauer verborgen bleiben und wenn manche Leistung, gerade durch ihre Einfachheit, ihre saubere Basis und die erarbeitete Kontrolle nicht in dem Maß wahrgenommen wird, wie sie es verdient hätte –

wir haben Spieler, die wissen was sie tun und dies auch bei anderen wahrnehmen und mit ehrlichem Respekt honorieren und spätestens bei meinen Kollegen und mir macht sich ein durchdachtes Training und ein individuell angepasstes Spiel bemerkbar.

– eine gute Basis, Schritt für Schritt und eine Individuelle Betrachtung – diese Mühe lohnt sich …


To ask the same question does unfortunately not always mean that the answer to that question will be the same.

So please stop comparing apples and oranges, take a close look, ask questions and rethink! Out there, there are some players that are perfectly able to differentiate and they deserve a lot of respect for what they do!

„Too fat, too big, too far, too high, too early, too late, too fast, …. – what do you think?“

Why do so many people think that those questions can be answered generally?

Yes, there are basic values and those can’t be changed. Of course sometimes and for some dogs you can clearly say: „Yes, it is too heavy“ for the sport, but when it comes to nuances, you can’t just compare bare numbers.With two dogs of the same height and weight there might still be one that should lose 2-3 kilograms, because it would move safer and sportier with less weight. Moreover, we can’t possibly compare a dog that is very well muscled with a dog that has a lot less muscles but the same weight and the same height. So to that queston, there is no answer that can be given in general!

„Too high, too far….“

Yes, that exists! But apart from heights and widths that actually would be too much for every dog’s skills, this is also an individual question that is related to the level of training and the health and condition of the dog. I am always happy to answer the question of „ Is this too far or too high for MY dog?“, and to give reasons for my opinion, but within the „normal“ reasonable and acceptable limits, I won’t answer this question in general.There are tricks that every dog needs an individual height for, to show it well and safe. And even if it surprises some of you: „too low“ can be just as dangerous as „too high“.

„Too fast?“

The question is: can the dog still be handled? Is the dog able to do the jumps and tricks well and safe? What do I see and what would be possible?

This is easy to observe and evaluate individually.

„Too early? Too late“

For dogs that still grow, there are other rules about what they can do physically, than for adult dogs. This is just fact and this fact can’t be changed. It is very important to stick to these rules. Therefore, it is very good and appropriate if there are age limits for the first competition, that need to be complied.

But let’s be honest: Nobody prevents owners to practice all of the elements and exercises with the dog again and again before it would actually be allowed to compete? No age limits can prevent this. Only a good awareness for the dog‘s skills, a good sense for the demands and the knowledge about the physical development and the current shape, health and condition of the dog can do this.

Every dog is different and has to be trained differently. The only thing that I CAN actually say in general is: only with a good basic work, a slow and well planned and detailed training, jump-, catch- and trick sequences can be learned and shown well, and age limits are certainly appropriate! Yes, it is true that it is not always easy to do things slowly step by step. It takes time, a great deal of thought and consideration and also some advisory talks, if you have to find new ways for the training.

Moreover, it might be hard to actually spot the difference in the design of the training and to develop respect for what is shown. Received points will get less important, the handler’s feeling and the inner feedback for the achieved level of performance and the knowledge about the time that should be used and taken for the increase in performance will then be the criteria that structure and influence the following training.

In my opinion, and many experienced players, trainers and therapists will agree, with experience in training and also in competing it is easy to see who works on handling and controlling the dog well and who also trains the dog safely and thoroughly.

A well-trained eye will recognize if the dog escapes from the handling for some moments and does whatever it wants. A well-trained eye is also able to evaluate every trick and jump automatically and to judge how the training has been designed or even how it should be designed.

Falls and accidents can always happen and especially if safety and a good training is important for someone, there will be a lot of self-reproach.

We all know that we work with animals and that even with the education and physical training that is best possible, an animal can never be controlled 100%. However, with a good knowledge about every detail discussed, and with the awareness for the individuality and with the own demand for the best possible preparation, it will get easier to recognize if the player works on minimizing risks as much as possible.

And even if not every spectator can see those details and even if some performances, with simplicity and basic elements as well as well developed control, are not as appreciated as they would deserve to be –

there are players that know exactly what they do and that also recognize those things in other peformances and honor this with honest respect.

At least my colleagues and I appreciate well thought-out training and a performance, that is individually designed for the dog.

A good basis, step by step and an individual consideration – It’s worth the effort!

Übersetzung Katrin Häusler

Mehr über Britta findet ihr HIER 
https://www.facebook.com/Britta-Reiland-Gesundheit-auf-4-Beinen-383915588433986/

http://www.tierphysiotherapie.info/

 

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