Liebe/r Frau/Herr Hundehasser/in,

Liebe/r Frau/Herr Hundehasser/in,

Mein Name ist Chewy. Ich bin ein đŸ¶ . Und somit scheinbar dein Feind.


Wie du, liebe ich es, draußen herumzutollen. Wie du, genieße ich mein Leben. Wie du, erfreue ich mich daran, draußen Freunde zu treffen. Wie du, erhoffe ich mir ein langes, gesundes Leben. Und auch wie du, habe ich ab und an das natĂŒrliche BedĂŒrfnis, mich entleeren zu mĂŒssen. Wie du, habe ich als Kind, sogar als Baby, gelernt, dass man dafĂŒr spezielle Orte aufsuchen muss und das nicht dort tut, wo man sich gerade befindet.
Doch anders als du, habe ich nicht die Möglichkeit, mich auf eine Toilette zu setzen und anders als du, bin ich darauf angewiesen, dass jemand fĂŒr mich meine Hinterlassenschaften entfernt. Ich habe das GlĂŒck, ein Frauchen zu haben, die dies anstandslos tut, da auch sie keine Lust darauf hat, in Tretminen anderer Hunde zu treten. Doch siehst du nicht, dass es eigentlich nicht wir sind, die Schuld an deiner Wut sind, sondern die Besitzer von uns, die ihrer Pflicht nicht nachkommen? Du willst uns töten. Und das auf bestialisch qualvolle Art. Von Rasierklingen habe ich gehört, die du in Wurst versteckst und auch von Rattengift.
Ich bin ein Hund. Das GefĂŒhl, das dich antreibt, das kenne ich nicht. Man nennt es wohl Hass. Ich kenne Freude. Ich kenne Hunger, MĂŒdigkeit und ich kenne Schmerzen.
Deshalb frage ich dich ganz offen und direkt, so wie es Hunde tun: Wie kannst du nachts schlafen, ohne sicher zu wissen, dass wir deine Köder fressen und nicht deine Katze, der Fuchs oder sogar dein Nachbarskind? Wie kannst du schlafen, mit dem Wissen, dass du es warst, der die Wurst gekauft, mit Klingen oder Gift gespickt und ausgelegt hat? Wie kannst du mit der Unwissenheit schlafen, ob du vielleicht schon einem Kind den Spielkameraden, einer alten Frau den einzigen Bezugspartner oder einem einsamen Menschen den Seelentröster genommen hast? Ganz zu schweigen von den Qualen, die die Menschen erleben, wĂ€hrend sie hilflos zusehen mĂŒssen, wie wir wegen dir qualvoll sterben.
Ich verstehe deine Wut ĂŒber die Hundehaufen. Auch ich bin ein reinliches Tier. Aber ich gebe dir zu bedenken: Was wĂ€re gewesen, wenn du als Kind hĂ€ttest Klingen essen mĂŒssen, weil du es nicht auf die Toilette geschafft hast? Was wĂ€re, wenn du Scherben trinken mĂŒsstest, weil du es nach der vierten Weinschorle nicht mehr zur nĂ€chsten Toilette schaffst und den nĂ€chsten Baum benutzt? Was wĂ€re, wenn du Gift bekommen wĂŒrdest, wenn du als alter, bettlĂ€geriger Mensch nicht mehr alleine zur Toilette kannst?
Ich bin ein Hund, ich denke nicht nach. Ich handel nach Instinkten und danach, was ich gelernt habe. Ich bin das kleine Kind, der alte Mensch. Der angewiesen auf andere ist. Die Schuld daran haben, dass du wĂŒtend bist. Nicht ich bin schuldig! Sprich die schuldigen Besitzer an! Sie können dir Antworten geben, die ich dir nicht geben kann. Falls du das nicht kannst und weitermachst, ist es vielleicht nicht die Sch.. am Schuh, sondern die in der Hose, die dich antreibt!
Bedenke dies! An alle Hundefreunde: Haltet bitte die Augen offen!!

Danke an Britta Frings fĂŒr den tollen Text 

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