Verantwortung ist Verantwortung, bleibt Verantwortung

Hallo, mein Name ist Martina und ich bin ein Teil von Jens, Martina und Laika. Ich erzähle euch heute ein wenig über meine Vorstellung von Verantwortung.

Vor ein paar Jahren habe ich mich entschlossen mein Leben zu ändern – also Scheidung, Haus verkauft und Job gewechselt.
Das war die Verantwortung, die ich mir selbst gegenüber übernommen habe.
Und die Sache mit dem Jens – kluge Entscheidung. Dann bei einem Spaziergang, ich so:“ Eigentlich will ich schon seit über 20 Jahren einen Hund.“ Jens so:“ Na dann holen wir uns einen.“  Gesagt, getan — nein das ist ein bisschen übertrieben. Ich wollte einen Golden Retriever oder so was kleines Kuscheliges — halt einen Familienhund, Jens eher einen Schäferhund oder so. Aber eines war von Anfang an klar – unser Hund kommt aus dem Tierheim!

Wir haben erst einmal im Internet in den Tierheimen in unserer Nähe geschaut und der Jens hat Laika gefunden. Hm …. Groß, schwarz und nervös – so gar nicht mein Beuteschema. Aber egal – wir hin zum ersten Kontakt .

Das erste Mal spazieren gehen – OMG ich bin noch nie im Leben so durch die Gegend gezerrt worden.  Aber egal, dass erste Mal sagt noch nicht viel aus( dachte ich ) also wieder hin und noch mal mit Laika gelaufen – wie gehabt: Leinenführigkeit –NÖ. Für Jens war beim ersten Mal schon alles klar, ich wollte vernünftiger sein– aaaaber diese braunen Augen, dieser Blick —seitdem lebt Laika bei uns.

Allein schon die Heimfahrt war ein kleines Abenteuer – kennt ihr alle noch diese Garfields die in vielen Autoscheiben hingen? – so gestaltete sich das Einsteigen mit Laika – und auch der( etwas verspätete) Hinweis eines Ehrenamtlichen:“ Laika?
Die ist doch auf Duke( Staff )losgegangen! Na dann viel Spaß“ hat uns nicht aufgehalten. Das kriegen wir schon hin!

Nun ja erst mal einkaufen, ihr wisst schon Halsband, Geschirr, Matte, Futter, Napf, Ball usw., ihr kennt das ja. Nach Hause und erst mal war alles O.K. Laika sollte sich erst mal 4 Wochenbei uns einleben, aber es war klar, dass es dann in die Schule geht. Ich wusste, dass ich noch zu lernen hatte.

Tja, nach nur 2Wochen hat mich die Laika von den Füssen gerissen, als sie auf einen anderen Hund losging. Man war ich sauer—auf Jens und auf mich. Wir hatten nicht ordentlich aufgepasst. Ab nach Hause und erst mal die Adresse einer Hundeschule raus gesucht. Hier gilt es Verantwortung zu übernehmen. Julia ( unsere Trainerin ) kam ein paar Tage später zu uns nach Hause und das Training begann. Bindungsaufbau war der erste Baustein. Tierarztbesuch sollten wir auch üben und auch das Aufsetzen vom Maulkorb. Sicher ist sicher! All das haben wir getan – Laika wurde zwar nicht ruhiger aber unsere Bindung besser. Unsere Tierärztin nannte Laika gleich „Süße“ und „meine Große“ – gemacht hat sie diesen Tag noch nichts außer einen Termin zur Blutabnahme. Ergebnis ist ein Schilddrüsenproblem. Jeden Tag  Medikamente – Verantwortung . Ich glaubte ja noch, dass war es – jetzt geht unser gemeinsames Leben richtig losJ. Auf in die Gruppenkurse – na ja Laikas Unverträglichkeit mit anderen Hunden blieb natürlich. Mancher sagte:“ Was machst du nur? Bring den Hund zurück! Das wird doch nichts!“  „Hä? Wieso? Ich hab sie doch geholt! Ist jetzt meine Verantwortung!“ Darauf oft Kopfschütteln. Einzelstunden, Gruppenstunden und gefühlte 1000km spazieren gehen später mussten wir einsehen, dass manche Sachen gehen, andere eben nicht. Auch das ist Verantwortung. Aber es wurde noch besser!

Ein Rückenproblem führte uns in eine Tierklinik, eine Bauchspeicheldrüsen- Entzündung einige Zeit später wieder zum TA. Eine Menge Sorgen und auch viel Geld gingen ins Land. Immer wenn ich denke, dass war`s jetzt aber—nö. Der Hammer sollte noch kommen! Ein Krampfanfall mitten in der Nacht! Jens suchte schon die Adresse der Tierklinik und ich versuchte alle zu beruhigen. Als Laika mit dem Anfall durch war, war für uns die Nacht natürlich vorbei. Morgens gleich TA—Ergebnis: Ruhe Bewahren und beobachten. Nach dem 3ten Anfall war klar- Epilepsie!  Seitdem bekommt sie regelmäßig Medikamente –und wieder hieß es:“ Gebt sie doch zurück! Die ( Ich glaub die meinen das Tierheim ) müssen sie zurücknehmen!“ Geht es eigentlich noch? Meine Laika ist kein Gegenstand, den man beliebig austauscht! Laika ist eine Verantwortung, die wir übernommen haben! Nicht leichtfertig sondern aus vollem Herzen!

Laika ist jetzt 10jahre alt, das Augenlicht lässt nach und manchmal ist sie etwas wackelig auf den Beinen—die Krankheit merkt man schon, aber Laika ist Familie und wir gehen unseren Weg gemeinsam. Trotz oder gerade wegen allem. Und wenn wir mal eine Entscheidung treffen müssen, werden wir uns unserer Verantwortung stellen und auch diesen Weg gemeinsam gehen, auch wenn unser Herz dabei bricht.

Verantwortung ist eben Verantwortung

laika.jpg

DANKE MARTINA ….

Die liebe Martina mit Jens und Laika findet ihr HIER

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2 Gedanken zu “Verantwortung ist Verantwortung, bleibt Verantwortung

  1. Socke- nHalterin schreibt:

    Ich finde es wunderbar, wenn man sich seiner Verantwortung bewusst ist, diese ernst nimmt und seinen Hund nicht – bei Problemen oder Krankheiten – wieder abgibt. Ich gebe aber auch zu, dass ich es durchaus verantwortungsbewusst finde, wenn man sich eingesteht, dass man dem Hund – aus welchen Gründen auch immer – nicht gerecht werden kann und ein Familie sucht, die das besser schafft. Wichtig finde ich, dass die Menschen und die Tiere mit ihrem Leben glücklich und zufrieden sind.

    ich wünsche den Dreien noch eine lange gemeinsame und gesunde Zukunft.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    Gefällt 1 Person

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