Von Tierquälern und Tierschützern

Immer wieder werde ich mit dem Thema konfrontiert … was genau ist eigentlich tierschutzrelevant, was sind Tierschützer, was sind Tierquäler und wo fängt Tierquälerei eigentlich an oder wo hört sie auf?

Ganz klar ist fügt man einem Tier absichtlich vermeidbare Schmerzen zu, dann ist das tierschutzrelevant und nicht diskutabel, ABER was ist mit all dem davor und dazwischen.

Ist es tierschutzrelevant, wenn der Hund einem dosierten Stress ausgesetzt wird?
Wie will man beurteilen wann der Hund wie viel Stress hat und ob er sich damit gut oder schlecht auseinander setzen kann?

Wie komme ich auf das Thema?
Ich mache gerne Fotos und JA auch etwas verrücktere und außergewöhnliche, wie das Bild im Beitragsheader
16299598_1261410317276880_6742921350661944197_o

Für genau solche Bilder werde ich gerne angegriffen oder auch einfach gefragt WARUM ich das mache.
Das WARUM ist einfach erklärt, ich finde es witzig, ich mag außergewöhnliche Bilder und meine Hunde KÖNNEN DAS.
Da liegt auch schon der Hund begraben … MEINE Hunde können das, sie haben auf positivem Trainingsweg gelernt, dass es absolut witzig und lohnend ist, eine Toastscheibe auf der Nase zu balancieren, eine Mütze zu tragen

Über solche Fotos entbrennen immer wieder Diskussionen und die sind häufig alles andere wie freundlich.
Auch zum Thema Hundesport, Tricktraining usw ergeben sich immer wieder Diskussionen.
Meistens werden diese federführend von sogenannten „Tierschützern“ geführt. Meist sind das die selben Personen die befürworten Hunde aus dem Ausland nach Deutschland zu karren und hier in Familien in der Stadt zu pferchen.

Und da hört mein Verständnis wirklich auf, denn ich habe in meiner Trainer Karriere einige Hunde aus dem Ausland trainieren müssen und natürlich gibt es da solche und solche aber VIELE haben hier massiven Stress .. DAS ist dann nicht tierschuztrelevant .. NEIN denn diese Hunde hat man gerettet.
JA sicher hatten sie dort wo sie herkommen auch Stress, vllt auch genauso viel .. aber was ist denn dann BESSER geworden für die Hunde und warum ist das ein GO und ein 2 min Foto ein NOGO

Ich verstehe die Verhältnismässigkeit dahinter nicht.

Am schönsten war vor ein paar Tagen eine Debatte mit einer Dame auf Facebook die sich über das Foto mit der selbst gehäkelten Mütze aufgeregt hat.
Ich stöbere also durch ihr Profil und was finde ich da …. mehrere Fotos auf denen ihr Hund eine Mütze, eine Kappe und / oder eine Brille trägt.
Also habe ich sie angeschrieben und gefragt was denn das nun für eine Argumentation ist, wo sie doch selbst Spaß an solchen Fotos hat … Antwort: da ich die Mützen selbst gemacht habe zu diesem Zweck, glaubt sie nicht dass es nur für Fotos ist und meint die Hunde müssen damit draußen rum laufen.
Meint, denkt, glaubt ……

So was entsetzt mich wirklich.

Ich leite 2 grosse Trickgruppen auf Facebook, gebe Training zu dem Thema usw.
Wenn wir dort Videos zu sehen bekommen dann weisen wir auch schonmal darauf hin, dass der Hund gerade dieses oder jenes nicht gut findet, meidet oder verstärkt Stress zeigt. Da kann man dran arbeiten ABER der Hund wird daran nicht sterben.

Ich halte nichts davon den Hunden jeden Stress und Frust zu nehmen, denn das ist NICHT DIE REALITÄT. Im Gegenteil, Hunde müssen heute mehr denn je lernen mit Stress und Frust GUT umzugehen, denn sie haben durch unsere menschlichen Lebensbedingungen, denen sie hoffnungslos ausgeliefert sind EINE MENGE DAVON.

Wie kann ich meinem Hund einen besseren Gefallen tun, also zu lernen WIE man mit STRESS und FRUST umgeht?

Das kann ich aber nicht indem ich ihn von allem abschotte, sondern indem ich ihn in begrenzen Maßen Stress erleben lasse, ihn Lösungen finden lasse, ihm beim finden der Lösungen HELFE oder ihn trainiere, dass bestimmte Stress auslösende Dinge eigentlich ganz WITZIG sind.

Beispiel Honey:
Honey war als junger Hund extrem Kopfscheu. Für die Zuchtzulassung braucht sie eine Augenutersuchung … es war eine totale Katastrophe. Da diese Untersuchung wiederholt werden muss war klar, daran müssen wir üben.
Das normale Training gestaltete sich schwierig, irgendwie fluppte es nicht. Zeitgleich kam ich auf die Idee das balancieren von Gegenständen auf dem Kopf zu trainieren, völlig ohne über den Zusammenhang nachzudenken. Dieses Training klappte HERVORRAGEND.
Warum .. vllt weil ich es nicht so ernst genommen habe, weil ich als TRICK locker ran gegangen bin.
Das Kopf Training haben wir in der Zeit ausgesetzt.
Einige Wochen später hab ich es wieder aufgenommen und SIEHE DA … auf einmal war es kein Problem mehr. Da ging mir der Zusammenhang auf … das BALANCIEREN beinhaltete ja auch das anfassen am Kopf, das still halten usw.

ERGO ….. das ganze Leben ist ein Trick
Jeder Trick kann auch sehr nützliche Konsequenzen haben
Man sollte nicht von einem Foto auf das Leben der Hunde schließen

Und so mancher „Tierschützer“ hat in meinen Augen weniger mit Tierschutz zu tun wie er denkt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s